Stellungnahme zum ECHO und der Reaktion der Stadt: Schikane durch das Jobcenter?

In der zweiten Ausgabe des Stadtteilblatts ECHO für Rothenditmold konnte sich auch die Rothe Ecke mit einem Artikel vorstellen. Der ECHO zeigt die ganze Breite des Angebots in Rothenditmold: Stadtteilarchiv,  Vorstellung des Erzählcafé im Heilhaus, Bericht über das Stadtteilmanagement… und diesmal eben auch die Rothe Ecke. Für die Stadt war dies nun der Anlass die vorher zugesagte Druckkostenzusage zurückzuziehen, weil in unserem Artikel stand, dass „wir es satt haben auf dem Jobcenter schikaniert zu werden“. Der ECHO hat daraufhin der Stadt geschrieben und diesen Eingriff in die Pressefreiheit kritisiert und auch uns zu einer Stellungnahme aufgefordert. Nicht genug: Am Samstag, den 13.05., beim Flohmarkt in der Engelhardstraße, der zudem ganzseitig auf der Rückseite des ECHO beworben worden ist, wurde sogar untersagt den ECHO zu verteilen.

Wir empfinden den Rückzug der Stadt als Schikane, mit dem versucht wird, Einfluss auf die zukünftige Berichterstattung zu nehmen und unabhängigen Initiativen Steine in den Weg zu legen. In unseren Augen zeigt es auch, wie wenig die Belange der Menschen hier in unserem Stadtteil ernst genommen werden.

Wir dokumentieren hier unsere Stellungnahme und die Extra-Information des ECHO zu dieser Angelegenheit.

Punk Baroque – David Rovics

Wir sind froh, dass wir es dieses Jahr geschafft haben David Rovic wieder nach Kassel zu locken.
„Ich bin einfach ein Songwriter in der langen Tradition des Liedschreibens über das, was aktuell passiert. Ich reise viel und werde daher durch persönliche Geschichten aus unterschiedlichen Orten inspiriert. Wenn Menschen den Status quo in Frage stellen, dann ist das immer noch der am meisten dynamische Stoff, über den man schreiben kann. Ich schreibe auch Songs über historische soziale Bewegungen, wie die der 1930er und 1960er Jahre. Und darüber, was sie für Auswirkungen auf die Gegenwart hatten, egal, ob sie ihre Ziele erreicht haben oder nicht.“
Mehr bleibt fast nicht zu sagen und wir freuen uns auf das Konzert!

Eintritt gegen Spende für den Künstler.

https://www.facebook.com/events/395316844161424

Kundgebung 5. Mai: Wir wollen rein – ins Leben!

Am 5. Mai, dem „Europäischen Protesttag der behinderten Menschen“ stellen Betroffene seit 25 Jahren ihre Lebenssituation in der Öffentlichkeit dar und weisen auf ihre Bedürfnisse hin. Denn ihr Leben wird immer noch von Barrieren eingeschränkt, die abgebaut werden könnten – auch in Kassel.

In Kassel hat die KVG sogar neue unsichtbare Barrieren aufgebaut, indem sie die Mitnahme von E-Scootern und Rollstühlen durch veränderte Sicherheitsrichtlinien begrenzt hat. Und sie hat eine Liniennetzreform auf Drängen der in Kassel regierenden Parteien vorgelegt, die Einsparungen bringen soll durch die Ausdünnung des Angebots.

Doch schon heute erleben immer wieder Rollstuhlfahrer, Menschen mit Hilfsmitteln und Eltern mit Kinderwagen, dass sie draußen stehen gelassen werden, denn „Hier ist kein Platz mehr – Du kommst hier nicht rein!“ Darauf antworten wir:

WIR WOLLEN REIN – INS LEBEN!
IN DIE TRAMS! IN DIE BUSSE!
NAHVERKEHR AUSBAUEN STATT ABBAUEN!
GÜNSTIGER FAHREN – PREISE SENKEN!

Immer mehr Bürger in der Region Kassel nutzen den Öffentlichen Nahverkehr. Mobilität muss ein Recht für jeden werden, egal ob Rollifahrer, Familie mit Kind oder mit geringem Einkommen. Es gibt viele gute Gründe, am 5. Mai gemeinsam für gleiche Rechte einzutreten. Denn alle Bürger brauchen:

*barrierefreien und bedarfsgerechten Nahverkehr
*barrierefrei zugängliche und bezahlbare Wohnungen
*barrierefreien Zugang zu öffentlichen Räumen wie Geschäfte, Gaststätten und Arztpraxen
*Zugang zu Ausbildung und Arbeit
*gerechte Entlohnung und keine Almosen in Behindertenwerkstätten

Dieses Jahr stellen wir den Öffentlichen Personennahverkehr in den Mittelpunkt, denn ohne Mobilität ist alles nichts. Deshalb: Kommt alle!

Veranstalter: fab e.V., Initiative Nahverkehr für alle

Mehr Infos: https://www.facebook.com/NahverkehrfuerAlle/

Bildungsreihe: Die Welt verstehen – die Welt verändern

Ab dem 11ten Mai jeden Donnerstag um 19 Uhr

Wir leben in unruhigen aber entscheidenden Zeiten.

Ab dem Mitte Mai – immer Donnerstags (außer an Feiertagen/ in den Ferien-& in der Urlaubszeit) – bieten wir eine Bildungsreihe an, in der es immer im Wechsel darum geht die Welt zu verstehen, Orientierung zu finden, Ursachen zu verstehen.

Und darum geht die Welt zu verändern, praktisches Handwerkszeug um jetzt aktiv zu werden statt zuzusehen bei Krieg, Flucht, Armut und Klimawandel. Weitere Infos folgen …

Slam the System

Freitag, 21.4.

Nach dem erfolgreichen ersten Poetry Slam im Dezember, steht nun der nächste Termin. Also schon mal eintragen und Texte schreiben. JedeR ist eingeladen 5 Minuten auf der Bühne seinen Text mit dem Publikum zu teilen. Letztes Mal hatten wir als Thema „Freiheit vs. Grenzen“. Dieses mal geht’s um „Arbeit“, aber auch jeder andere Text ist willkommen, egal ob Rede, Gedicht oder Geschichte. Hauptsache ihr traut euch, denn schließlich geht’s um slEmpowerment!

Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr

Slam the System

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Poetry Slam am 9.Dezember ab 18:30 Uhr

„Slam the System“

Du denkst kritisch über unser System nach? Du hast neue Lösungsansätze? Du möchtest deine Wut loswerden, dich einfach mal auskotzen über die Ungerechtigkeiten dieser Welt?

Dann sind wir DEINE Bühne!

Du bist für offene Grenzen? Du fragst dich wo die Grenzen für unser Menschsein liegen? Oder wie frei wir eigentlich in unserer Meinungsbildung sind?

Dann ist dies DEINE Verantstaltung!
Am Freitag, 9. Dezember 2016, findet der erste linksorientierte Themenslam in der Rothen Ecke (Rothenditmold) statt!

Ein Poetry Slam ist ein moderner Dichterwettstreit, bei dem die Poeten innerhalb von 5 Minuten Bühnenzeit ihren Text vortragen. Das Publikum kann mithilfe von Applaus, Johlen und Trampeln seine 3 Favoriten ins Finale bringen und schließlich den Sieger küren.

Bei „Slam the system“ bieten wir dir die Möglichkeit unter dem Motto „Frei Schnauze – Mach’s Maul auf“ verbal mal alles loszuwerden, was dir zu unseren Themen so durch den Kopf geht. Diesmal lautet das Thema „Freiheit vs. Grenzen“.
Neben einigen Poeten aus Kassel und Umgebung wird auch der Kasseler Singer-Songwriter Miguel Nadalet seine Kunst zum Besten geben.

Du bist interessiert? Dann melde dich über joki.keilen@web.de für deinen Auftritt an! Oder schau am Abend einfach spontan vorbei! Natürlich bist du auch herzlich im Publikum willkommen, wenn du selbst nicht schreibst.
Also lasst euch den 1. „Slam the system“-Poetry Slam nicht entgehen und kommt zahlreich am Freitag, 9. Dezember 2016 in die Rothe Ecke (Naumburger Straße 20a, 34127 Kassel)!
Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr. Eintritt frei; Spenden erbeten. Bei Fragen: joki.keilen@web.de.

Gerne Freunde einladen: https://www.facebook.com/events/1616253082010318/

„Aus der Krise zur Erneuerung? Gewerkschaften zwischen Sozialpartnerschaft und sozialer Bewegung“ (2016)

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Thomas Goes

am Donnerstag, 20.Oktober 2016 um 19 Uhr in der Rothen Ecke

Wer wissen will was Gewerkschaften mit Surfen auf langen Wellen zu tun haben; warum wir eine neue Debatte um Wirtschaftsdemokratie brauchen; welche Hoffnungsfunken es in Betrieben und Gewerkschaften für eine kämpferische Erneuerung gewerkschaftlicher Politik gibt; warum das aber noch nicht ausreichen könnte; und was eigentlich Social Movement Unionism sein könnte – der und die könnte im Buch fündig werden.

Eine Veranstaltung von OKG und Die Linke Betrieb & Gewerkschaft

Mehr zum Buch:

http://shop.papyrossa.de/Goes-Thomas-E-Aus-der-Krise-zur-Erneuerung

Mehr zu OKG:

http://organisieren-gewinnen.de/

Mittwochsfilm: Wir werden alle überwacht!

Die monatliche Filmreihe geht weiter! Nächsten Mittwoch, am 5.10. lädt die Gruppe Organisieren Kämpfen Gewinnen (OKG),  zur Filmvorführung ein.

Filmvorführung und Diskussion
Mittwoch, 5.Oktober 2016
19.00 Uhr, Rothe Ecke

Oscarprämierter Dokumentarfilm über den weltbekanntesten Whistleblower der globalen Abhörmethoden verschiedener Geheimdienste. Unter gefährlichen Bedingungen gedreht zeigt dieser Film, wie der ehemalige NSA Mitarbeiter uns die Augen öffnete gegenüber staatlicher Überwachung unseres Privatleben.

Vorab wollen wir euch mit einem kurzen Clip schon mal auf unsere baldige Poetry Slam Veranstaltung einstimmen. Mehr dazu am Mittwoch…

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Mittwochsfilm: In Prison my whole Life

Die monatliche Filmreihe geht weiter! Nächsten Mittwoch lädt die Gruppe ArbeiterInnenmacht Kassel zur Filmvorführung und anschließenden Diskussion zum Thema: Staatlicher Rassismus – Repression und Widerstand ein.

Filmvorführung und Diskussion
Mittwoch, 7. September 2016
19.00 Uhr, Rothe Ecke

IN PRISON MY WHOLE LIFE
von Marc Evans
2008, 93 Minuten

Staatlicher Rassismus, Polizeigewalt und Klassenjustiz haben eine lange Tradition in den USA.
Kein Tag vergeht in den USA ohne dass Menschen mit schwarzer Hautfarbe Opfer von staatlichem, institutionellen Rassismus werden. Auseinandersetzungen mit der Polizei, die mit Kleinigkeiten beginnen, enden oft tödlich für die Betroffenen. Die Polizei in New York z.B. darf Personen auf der Straße ohne begründeten Verdacht anhalten, durchsuchen und in Gewahrsam nehmen. Von dieser Repression sind zu 80% sogenannte „Latinos“ und Schwarze betroffen. In amerikanischen Gefängnissen sind 37% der Insassen schwarz, obwohl nur 13,2% der Gesamtbevölkerung schwarz sind (Zahlen 2013).

Einige der von der Polizei Ermordeten erlangten Bekanntheit, wie z.B. Freddie Gray, Michael Brown, Walter Scott, Eric Garner und Trayvon Martin, andere sind weniger bekannt. Auch unter dem schwarzen Präsidenten Obama hat sich an der Tatsache nichts geändert, dass Schwarze überdurchschnittlich oft unter Polizeigewalt bis hin zum Mord zu leiden haben und die Mörder in Uniform oftmals freigesprochen oder nur geringfügig bestraft werden. Städte wie Ferguson sind zum Symbol für den staatlichen Rassismus aber auch den Kampf dagegen geworden.

Im Film „In Prison My Whole Life“ aus dem Jahr 2008 begibt sich der Filmemacher William Francome, der am 9. Dezember 1981 geboren wurde – just in der Nacht, als der politische Aktivist und Journalist Mumia Abu-Jamal wegen dem angeblichen Mord an einem Polizeibeamten verhaftet wurde – auf dessen Spuren. Er erzählt die Geschichte von Abu-Jamal der seit 34 Jahren inhaftiert ist, ursprünglich sogar zu Tode verurteilt wurde und im Todestrakt saß. Dabei reist der Filmemacher auch in die Slums von Nord-Philadelphia und in den Todestrakt von Pennsylvania, er interviewt MenschenrechtsaktivistInnen wie Angela Davis, Amy Goodman und Noam Chomsky sowie KünstlerInnen wie Mos Def, Alice Walker oder Snoop Dog. Der Film setzt sich also nicht nur mit dem Fall Mumia Abu Jamal auseinander sondern auch mit Rassismus und der Todesstrafe.

Die Gruppe ArbeiterInnenmacht Kassel lädt zur Filmvorführung und anschließenden Diskussion zum Thema: Staatlicher Rassismus – Repression und Widerstand ein.

Mehr als ein Stadtteiladen…

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