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Klima – Verkehr – Arbeit | Die Tarifrunde im ÖPNV 2020

Live aus dem Internet in Kassel statt aus dem Sandershaus: Olaf Schüssler (Gewerkschaftssekretär bei ver.di, Fachbereich Verkehr), Cedric Büchling (Fridays for Future Kassel), Violetta Bock (Initiative Nahverkehr für alle) im Gespräch über die anstehenden Tarifgespräche im Öffentlichen Personennahverkehr!

Zum Mitmachen: Schreibt eure Fragen in das folgende Pad oder kommentiert diesen Livestream. https://pad.riseup.net/p/KlimaVerkehr… Um was geht es: Die Dringlichkeit etwas gegen den Klimawandel zu tun, ist klar. Der Verkehr und die Frage der Mobilität spielen dabei eine zentrale Rolle. Eine Verkehrswende wird nicht ohne die Tram- und BusfahrerInnen gelingen, die uns täglich an unser Ziel bringen. Doch es fehlt Personal. Diesen Sommer steht eine besondere Tarifrunde an. Deutschlandweit werden die Arbeitsbedingungen der FahrerInnen verhandelt und Verbesserungen eingefordert. Wie ist die Situation der Fahrer und um was geht es bei der anstehenden Tarifrunde? Welche Forderungen stellt Fridays for Future an den Verkehr? Haben sie dabei auch die Beschäftigten im Blick? Bei der Veranstaltung wollen wir Gewerkschaft und Klimabewegung ins gemeinsame Gespräch bringen, über die anstehende Tarifrunde informieren und Pläne entwerfen, wie wir uns gegenseitig unterstützen können – für die Verkehrswende und für gute Arbeit.

Eingeschänkte Sozialberatung der S.E.K.

Eingeschränkte Sozialberatung der S.E.K. durch die Corona Pandemie!Auf Grund der derzeitigen Problematik – wegen Corona – müssen wir leider unsere Beratungstätigkeit einschränken. Die Rothe Ecke muss, auf Anweisung der Stadt Kassel, weitestgehend geschlossen bleiben.

Deswegen können wir die Beratung nur nach Terminabsprache persönlich oder telefonisch durchführen. Bitte nutzt hierfür das Kontaktformular auf der Seite der S.E.K. oder die dort angegebene Mailadresse – Kontaktformular hier-<

Auch die anwaltliche Beratung kann zumindest via E-Mail aufrecht erhalten werden. Schreibt uns und wir stellen den Kontakt zu unserem Anwalt für Sozialrecht her.

Hier noch einige weitere Möglichkeiten, wie Ihr mit uns Kontakt aufnehmen könnt:

Wichtige und auch einigermaßen beruhigende Informationen, wie die Bundesagentur für Arbeit während diese Zeit weiterarbeitet, findet ihr hier:BfA und das Corona Virus

Und das Wichtigste: Bleibt gesund!

Eure S.E.K.

Wellenreiter/innen – Rothe-Ecke-Delegation im Stadtmuseum!

Wellenreiter/innen, zum ersten

Rothe-Ecke-Delegation im Stadtmuseum

Vier Frauen und vier Männer machten sich am Samstag, den 8.Februar, nachmittags auf zu einer Reise in die (teilweise auch eigene) Vergangenheit. Die 80er Jahre standen auf dem Programm. Und dieses Jahrzehnt spielt eine besondere Rolle, legt mensch das Modell der „langen Wellen des Kapitalismus“ zugrunde.

Dieses Konzept besagt, dass sich die Geschichte des Kapitalismus in verschiedene Phasen einteilen lässt, denen jeweils besondere Produktionsverhältnisse und damit auch besondere Klassen- und Gesellschaftsformen zugeordnet werden können. Für Deutschland skizzierten wir

  • die Phase der konkurrenzkapitalistischen Frühindustrialisierung von etwa 1820 – 1860 mit dem Leitsektor Textilindustrie und einer atomisierten Arbeiterklasse, oft noch in der ersten Generation,
  • die Phase der (teil-)monopolisierten Hochindustrialisierung 1860 – 1920 mit dem Leitsektor Schwerindustrie und einer zunehmend organisierten, qualifizierten Facharbeiterklasse,
  • die „fordistische“ Phase von 1920 – 1980 (!!!) mit dem Leitsektor Automobilindustrie und einer in Sozialpartnerschaft befriedeten Massenarbeiterschaft,
  • und seither eine noch namenlose „postfordistische“ Phase mit dem Leitsektor Datenverarbeitung, in der Ausstellung durch einen Industrieroboter und neue Kommunikationstechnologien repräsentiert, und einer individualisierten Arbeiterschaft.

In diesem Modell waren die 80er Jahre „das letzte Jahrzehnt der alten Bundesrepublik“, weil nicht nur die politische Landschaft sich grundlegend änderte, sondern auch bisherige Produktionsweisen und soziale Verhältnisse weitgehend umgestaltet wurden. Denken wir nur an die weitgehende Abschaffung des Sozialstaates, die prekären Arbeitsverhältnisse und die „schlanke Produktion“.

Nach gut zwei Stunden war es genug und wir gingen zum Waffelessen.

Wellenreiter/innen, zum zweiten

Rothe Ecke prüft die Wirtschaftskonjunktur

Im Rahmen der Bildungsreihe beschäftigten wir uns am Donnerstag, den 20.2.2020 mit dem Verlauf der Konjunkturkurve der kapitalistischen Wirtschaft. Hier einige Kerninhalte des Seminars:

Ein Konjunkturaufschwung ist gekennzeichnet durch relativ hohe Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes (gemessen in der Summe aller Preise für Waren und Dienstleistungen). Die Kapitalisten finden also günstige Marktverhältnisse vor, erzielen gute Preise und damit einen hohen Gewinn, weshalb die Gewinne in weiteren Produktionsausbau reinvestiert werden (marxistisch gesprochen: es wird neues Kapital akkumuliert, d.h. angehäuft).

Dies führt auf dem Höhepunkt der Konjunkturkurve zu einer Überproduktion (der eine Überakkumulation, ein zu großer Kapitalstock zugrunde liegt): Die Summe aller Preise ist höher als die Summe der zahlungsfähigen Nachfrage. A>N, Angebot größer als Nachfrage.

In der Abschwungphase der Konjunktur wird nunmehr ein Teil des Kapitals vernichtet, bis die Nachfrage auf niedrigerem Niveau wieder größer ist als das Angebot. A<N, Angebot kleiner als Nachfrage. Diese Vernichtung geschieht u.a. durch Preissenkungen (ein Verkauf unter den Herstellungskosten führt zur Kapitalverringerung), durch zeitweise Stillegung von Produktionsanlagen, die dann nicht mehr als Kapital wirken, oder durch Konkurs, wodurch ein selbständiges Kapital verschwindet.

Natürlich gefällt es dem Kapital überhaupt nicht, zerstört zu werden. Deshalb versucht es – auch mit Hilfe des kapitalistischen Staates – , wirtschaftspolitisch gegenzusteuern. Dazu gibt es zwei Konzepte:

a) die sog. Angebotsorientierung.

Ziel ist es, „Belastungen“ der Angebotsseite zu reduzieren, um die Preissumme auf das Nachfrageniveau senken zu können, ohne auf Gewinne zu verzichten. Dazu gehören

  • Lohnsenkungen,
  • Senkung der Sozialabgaben (Lohnnebenkosten),
  • Flexibilisierung der Arbeitszeiten (Vermeidung von Lohnzuschlägen),
  • Leiharbeit (Aushebelung von Kündigungsschutz),
  • tarifliche Öffnungsklauseln (um unter Tarif bezahlen zu dürfen),
  • Reduktion von Umweltschutzauflagen,
  • Steuersenkungen.

b) die sog. Nachfrageorientierung.

Ziel ist es, die „Nachfragelücke“ durch eine zusätzliche, kreditfinanzierte staatliche Nachfrage zu schließen. Allerdings darf der Staat nur unproduktive Güter nachfragen, um das Überangebot durch eigene Geschäftstätigkeit nicht zu vergrößern. Sehr gut geeignet ist Rüstungsnachfrage, Straßen- oder Häuserbau, aber auch die sog. „Abwrackprämie“, die Frau Merkel 2013 den Autofahrer/inne/n gewährte.

Um die Nachfrage auch längerfristig zu stabilisieren, sieht das nachfrageorientierte Konzept auch eine Absicherung für lebensgeschichtliche Notfälle vor: Konsum- und Nachfragemöglichkeiten auch bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Alter durch entsprechende Versicherungen und ihre Leistungen.

Das Modell a) fand seine Ausprägung ursprünglich vorrangig in der FDP, das Modell b) ist typisch sozialdemokratisch und am umfassendsten in den skandinavischen Ländern nach dem Zweiten Weltkrieg realisiert worden. Heute geht es quer Beet: SPD und Grüne ziehen die Agenda 2010 mit Hartz IV, Riester-Rente, Leiharbeit usw. durch (also Angebotsorientierung), und Frau Merkel stopft Nachfragelücken (nachfrageorientiert) durch staatliche Ausgabenprogramme.

Welche Erfolgsaussichten haben diese wirtschaftspolitischen Konzepte?

Zu a): Angebotsorientierung muß die Binnennachfrage weiter senken, weil die Beschäftigten weniger verdienen. Dies lässt sich nur ausgleichen, wenn aufgrund der niedrigen Herstellungskosten Absatzgebiete im Ausland gefunden werden. Dieses Konzept ist daher auch Weltmarktorientierung und erfolgreiches Konzept des bundesdeutschen Kapitals.

Zu b): Erhöhte Binnennachfrage muß in Zeiten fehlender Zollgrenzen zu einem verstärkten Warenzufluß aus dem Ausland führen (so geschehen bei der Abwrackprämie, als viele japanische Kleinwagen erworben wurden) und somit das Überangebot stabilisieren.

Beide Konzepte können also nur kurzzeitige Erfolge erzielen und vergrößern – laut Marx – das Ausmaß der nachfolgenden Krise. Heute, zu Beginn einer Abschwungphase, werden daher interessanterweise auch kaum Maßnahmen nach einem der Modelle gefordert. Die Ware Arbeitskraft ist in der BRD schon spottbillig, so dass für weitere angebotsorientierte Maßnahmen keine Spielräume mehr bestehen, und einer der letzte große Rüstungsaufträge ist in die Niederlande gegangen und wird daher keine Nachfragelücke in der BRD verringern.

Es sieht so aus, als ginge das Kapital ohne Konzept in die nächste Krise.

Infotag zu Sozialleistungen für Schwangere und Alleinerziehende

Mittwoch, 24. Juli 2019 von 10:30 bis 13:00 Uhr

 

Zusammen mit unserem betreuenden Anwalt Sven Adam wird es wieder eine Bildungsveranstaltung zu Möglichkeiten und Rechten im Sozialrecht gebe n. Diesmal geht es um die Rechte von Schwangeren und Alleinerziehenden, besonders im ALG2 (Hartz4) und in Grundsicherung. Mehr Information folgt bald ausführlicher.

Initiative Nahverkehr für alle – Kassel soll Modellstadt für kostenlosen Nahverkehr werden!

Pressemitteilung:

Die Initiative „Nahverkehr für Alle“ begrüßt den Vorschlag des kostenlosen Nahverkehrs zur Verbesserung der Luftsituation in deutschen Städten. Dies wirkt sich positiv auf Gesundheit, Klima und die Erweiterung der Mobilität auch von Menschen mit wenig Geld aus.

„Noch vor einem Jahr wurden wir mit unserer Forderung nach einem kostenfreien Nahverkehr von manchen als Idealisten belächelt,“ so Violetta Bock von der Initiative „die berechtigte Drohung der EU sollte zum Anlass genommen werden in den Ausbau des ÖPNV einzusteigen.“

Die Finanzierung auch für die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur muss entsprechend abgesichert werden, damit Modellversuche zum Erfolg führen. Für die Finanzierung sollten die Verursacher, wie Autokonzerne, zur Kasse gebeten werden, statt die Kosten auf alle umzulegen.

Neue beunruhigende Studien von US-Forschern zum exponentiellen Anstieg des Meeresspiegels zeigen, wie dringend es ist umfassende Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Neben dem Kohleausstieg ist die Verkehrswende längst überfällig. Gerade der Autostadt Kassel, stünde es daher gut zu Gesicht auf den kostenlosen Nahverkehr umzusteuern und bereits jetzt die Erweiterung des Netzes entsprechend zu planen.

Laut der Initiative Nahverkehr für Alle, sollte sich Kassel daher ebenfalls als Modellstadt für den kostenlosen Nahverkehr bewerben. Ein guter Testeinstieg für den kostenlosen Nahverkehr könnten die Osterferien sein. Da die umstrittene Liniennetzreform ab dem 25. März umgesetzt wird, könnten sich so alle mit dem neuen Netz vertraut machen. Die Initiative Nahverkehr für alle betrachtet die Diskussion um den kostenlosen Nahverkehr als Erfolg. „Es zeigt, dass es sich lohnt für richtige Anliegen zu kämpfen, selbst wenn sie auf den ersten Blick (scheinbar) unmöglich scheinen.“

Initiative Nahverkehr für alle

0171/7256110
c/o Rothe Ecke, Naumburgerstr. 20a, 34127 Kassel
Nahverkehr ausbauen, nicht teuer sondern günstiger!
https://www.facebook.com/NahverkehrfuerAlle/
www.rothe-ecke.de

„Initiative Nahverkehr für alle“ – Niedrigste Erhöhung ist keine Senkung!

Pressemitteilung:

Die Initiative Nahverkehr für alle kritisiert die verbreiteten Jubelmeldungen des NVV zur Fahrpreisentwicklung.  Die Initiative begrüßt die sinkenden Preise im Landkreis, aber hält die Steigerung um 1,5% für die falsche Richtung.

„Die niedrigste Erhöhung seit Jahren ist noch keine Senkung! Es ist eine Frechheit, dass sie schon wieder die Preise erhöhen und dass dann noch als Senkung verkaufen wollen! Wir können uns Einzeltickets für 3,- nicht leisten,“ meint Sigrid Bückert von der Initiative.

Die hohen Preise in Kassel führen zu Ausgrenzung, gerade für Familien und Arbeitslose wird Mobilität immer mehr zu einem Luxusgut. „Angesichts des Klimawandels brauchen wir eine Verkehrswende, und da helfen weder Fahrpreissteigerungen noch die geplanten Einsparungen bei der KVV.“ Die Initiative Nahverkehr für alle steht allen offen, die sich für eine Verkehrswende einsetzen wollen.

Schachkurs ab Donnerstag, den 25.01 / 16-18 Uhr in der Rothen Ecke!

DENKEN MACHT SPASS! – DENKEN BRINGT BEGEISTERUNG! SCHACH IST FASZINATION PUR!

Der Lehrgang umfasst: Regelkunde (FIDE), wie eröffnest du eine Schachpartie und welcher Sinn steckt dahinter…, wie findest du den richtigen Plan…?!, welche Feinheiten verbergen sich im Endstadiums des Spiels?! Zu dem gibt es viele spannende Übungsaufgaben, z.B. Mattsetzen, Kombinationen, Angriff und Verteidigung, Stellungsbeurteilung usw.

Hierbei wird die dialektische Denkmethode (nach russischer Schachschule) vermittelt (übrigens: diese brillante Denkmethode kannst du auch in allen anderen Lebensbereichen anwenden!) Die Teilnahme des Seminars ist kostenlos und dauert zunächst 12 x 2 Stunden. Eine Unterrichtseinheit besteht aus 30 bis 50 Minuten Theorie und der Rest ist zum freiem Spiel verfügbar.

Den Lehrgang leitet Uli Pflüger

Er ist seit über 25 Jahren als Schachtrainer tätig (davon 8 Jahre hauptberuflich). Durch seine Erfahrung, hauptsächlich im Jugendbereich, hat er seine Lehrmethode ständig verbessert und ausgereift. Als Trainer im Schulschachbereich konnte Uli seine Schüler mehrfach im Schulschach-Mannschaftswettbewerb zum Hessenmeister führen. Den größten Erfolg erreichten seine Schülerinnen des Engelsburggymnasium bei der DSM mit dem Titel Deutscher Schulschachmeister 1999 WKM (Wettkampfgruppe Mädchen) nachdem sie in den Vorjahren bereits Platz 3 und 4 erreicht hatten.

Und nun noch ein EXTRA-BONUS nach ca. der Hälfte des Seminars bekommen alle Schachfreund(innen/e), die regelmäßig teilgenommen haben, kostenfrei eine Schachroutine mit 4 starken Schachprogrammen für PC geschenkt! Am Ende des ersten Kursus werden wird euch verraten, wo ihr die  die besten kostenlosen Schachprogramme bekommt. 

Anmeldung: 0176 835 721 95 oder info@rothe-ecke.de 

Übrigens! Auf dem Schachfeld (Bild Vorderseite) ist ein Rätsel versteckt! Der blaue King steht tatsächlich im Schach, bedroht von dem roten Bauern (g7) egal wie blau das Schach verteidigt, er wird schnell Matt! Findest du es in 3 Zügen bist du schon gut… aber es geht schon in 2 Zügen – dann bist du mega-gut!

Bildungsreihe: Die Welt verstehen – die Welt verändern

Ab dem 11ten Mai jeden Donnerstag um 19 Uhr, in der Rothen Ecke

Wir leben in unruhigen aber entscheidenden Zeiten.

Ab dem Mitte Mai – immer Donnerstags (außer an Feiertagen/ in den Ferien-& in der Urlaubszeit) – bieten wir eine Bildungsreihe an, in der es immer im Wechsel darum geht die Welt zu verstehen, Orientierung zu finden, Ursachen zu verstehen.

Und darum geht die Welt zu verändern, praktisches Handwerkszeug um jetzt aktiv zu werden statt zuzusehen bei Krieg, Flucht, Armut und Klimawandel. Weitere Infos folgen …